Autor |
Thema: 06.01.08 Wanderung bei Dahn (Gelesen 118 mal) |
|
Loba

|
Hallo ihr Wandermenschen! Gestern am Sonntag habe ich mich gewundert, dass so viele von euch 2-Beinern meinem Heulen zur Jahres-Auftaktwanderung 2008 gefolgt seid. Ich habe mal nachgezählt: 28 Beine! Wow! Jeweils zwei von Anna, Bernd I, Bernd II, Gudrun, Irmel, Peter, Petrus, Ralf, Rolf, Siv, Susanne, Thomas N., Ute und von meinem Menschen Gerhard. Als ich euch alle gesehen habe, hielt mich nichts mehr in der Blechkiste meines Menschen. Schade, dass ich nur auf Peters Hose meine Freude zum Aufdruck bringen konnte. Pünktlich um 11:00 ging es los. Wie bestellt verzogen sich die Wolken und die ersten Sonnenstrahlen ließen sich blicken. Bis zum Ende der Tour hatten wir nur blauen Himmel und Sonne bei gefühlten und tatsächlichen 10°C. Zuerst flach, ging es dann aber stetig bergauf. Nach einem kurzen Halt mit Stöckchen-Werfen-und-Holen für mich, sowie Wasserfassen auch bei den 2-Beinern, erreichten wir die höchste Erhebung dieser Tour, die sehenswerten "Hohlen Felsen". Ab hier folgten wir einem leicht rutschigen schmalen, steilen Pfad immer bergab ins Naturschutzgebiet Moosbachtal. Vorbei an der Moosbachquelle kam nach kurzer Zeit eine Hütte in unser Blickfeld, von der wir alle magisch angezogen wurden. Der Instinkt meines Menschen führte ihn zu einem großen, grauen Plastikbehälter der dort stand. Und was war da drin? Drei Thermosbehälter mit heißem Glühwein und alokoholfreiem Punsch, sowie einer Dose mit kleinen, trockenen, noch blutverschmierten Knochen; ganz nach Grudruns Geschmack. Der Alkoholgehalt ließ das eine oder andere Augenpaar groß und rollend werden. Selbst dem alkoholfreien Punsch wurde eine Alkohol-Wirkung nachgesagt. Mir schmeckt dieses Flüssige ja nicht besonders gut. Das kribbelt immer so in der Nase. Von Ute bekam ich einen leckeren, großen Kauknochen. So was handfestes ist mit lieber. (Den Behälter hat mein Mensch und sein lieber Grimmig-Guck schon vorher dort versteckt. Aber das darf ich nicht verraten...) So gestärkt wanderten wir zügig, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, weiter das Moosbachtal bergab, vorbei an einem schlafenden Seerosenweiher, durch eine ehemalige amerikanische Bunkeranlage bis zum Neudahner Weiher am Ende des Tales. Von hier aus erreichten wir über einen kurzen aber heftigen Anstieg die Burgruine Neudahn. Nach kurzer Trinkpause versuchten wir die Ruine zu erkunden, die allerdings einige Anforderungen an die Orientierung stellte. Selbst ich mit meiner feinen Nase hatte da Probleme, zumal die Luft, wie in der Pfalz so üblich, durch andere Besucher Leberwurst geschwängert war. Weiter ging es über den Bergkamm zum Felsengebilde "Hexenpilz", weiter zum "Satansbrocken" und als letztes highlight zum Aussichtsfels "Waidmannsruhe". Es geht die Sage, dass hier im Frühling 1873 die zänkische Frau des Revierjägers, Wilhelmine Zank, ihren Gatten in die Tiefe gestoßen hat. Danach hatte der Waidmann seine Ruhe. Ein letzter Blick ins mittlere Moosbachtal und über die umliegenden Wälder, und 20 Minuten später waren alle müde aber zufrieden wieder bei ihren Blechkisten. Etwas war komisch: Ich habe nie gehört "Wie weit iss´n nooch?" Da die Pfälzerwald-Hütte geschlossen hatte, machten sich alle auf den Heimweg. Schade. Abends lag selbst ich geschafft auf meinem Platz und habe mich im Stillen gefreut, dass so viele bei meiner ersten, von mir ausgesuchten Wanderung, mitgegangen sind.
|
|
|
|
|
bernd

|
 |
Re: 06.01.08 Wanderung bei Dahn
« Antworten #1 am: 13.01.08 um 10:45:05 » |
Zitieren Bearbeiten
|
Hallo Loba, nicht nur Deine Wanderung war ein Genuss, sondern auch die Nachlese ist mit viel (Finger), sorry, "Pfotengefühl" geschrieben Sonnige Grüsse auch an Deinen Menschen Bernd
|
|
|
|
|
Ute

|
 |
Re: 06.01.08 Wanderung bei Dahn
« Antworten #2 am: 15.01.08 um 18:28:24 » |
Zitieren Bearbeiten
|
Hallo Loba, schliesse mich inhaltlich der ersten Antwort voll und ganz an. Du kannst nicht nur dicke Knüppel, welche dir die Zweibeiner zum Hinterherjagen durch den Wald werfen, mit freudigem Hundegebell apportieren, sondern auch prima Wanderwege bei herrlichem Wetter aussuchen. Und dass du auch noch so fürsorglich an unser leibliches Wohl gedacht hast, macht dir so schnell keiner von uns Menschlein nach... Es freut mich, dass dir der dicke Knochen geschmeckt hat. Für deine gelungene erste Tour hast du dir eigentlich noch ein Schweineohr verdient...Gut gemacht, Loba! Dass du aber auch noch eine so tolle Nachlese schreiben kannst, hätte ich einem Hund nicht zugetraut! Aber du bist ja auch ein besonderer Hund. Ich freue mich jedenfalls schon heute auf deine nächste Wanderung. Mach weiter so! Menschliche Grüße von der Stöckchenwerferin
|
|
|
|
|
Loba

|
 |
Re: 06.01.08 Wanderung bei Dahn
« Antworten #3 am: 16.01.08 um 15:56:38 » |
Zitieren Bearbeiten
|
Hallo Ute, hallo Bernd! Ach, tut das gut zu lesen. Danke für die Komplimente! Macht mich ganz verlegen... Tja, liebe Ute, auf meine nächste Wanderung musst Du wohl noch über ein Jährchen warten. Und was das Schweineohr angeht, das nehme ich auch beim nächsten mal... Biss dann!
|
|
|
|
|
|