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Thema: 02.06.2024 - Lemberger Doppelrunde (Gelesen 28 mal) |
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Gerhard

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Hält die Wettervorhersage was sie verkündete? Sie hat gehalten! Anfangs noch diesig, dann immer heller werdend. Kein Tropfen von oben, dafür hin und wieder ein paar Sonnenstrahlen. So machten sich sich am Sonntag, 02.06.2024 neun Reckinnen und Recken bei idealer Wandertemperatur auf den Weg durch den tropenähnlichen PfalzWald. Fast pünktlich um 11:00 starteten Astrid, Barbara, Bernd II, Gerhard, Jörg, Marion, Martina, Olga, Wolfgang und Rico Langbein zur ersten Runde, dem Sternwandelweg. Die meisten ließen ihre Rucksäcke im Auto, da wir nach den 5,6km wieder am Parkplatz vorbei kamen. Die Infotafeln wurden, na ja, eher weniger als mehr gelesen. Olga knipste sie aber eifrig. Vielleicht las sie ja das Geschriebene zuhause auf dem Smartphone. Die erste Runde mit lächerlichen 35 Höhenmeter wurde recht flott bewältigt. Wieder bei den Autos angelangt schulterten nun alle die Rücksäcke und Wolfgang entledigte sich seiner Schuhe und ging wie Rico ab jetzt barfuß. Nach den vielen Regenfällen der letzten Tage war der Weg nahezu trocken. PfalzWald halt! Hier versickert das Wasser überwiegend schneller als beim Lehm haltigen Boden im Saarland. Bei der urigen Klosterbrunnen-Schutzhütte legten wir die Mittagsrast ein. Nach etwa 20 Min. ging es weiter bergab um zum tiefsten Punkt unserer Wanderung zu kommen. Nun folgte die Bambach-Passage. Benannt nach dem berühmt-berüchtigten saarländischen Wanderführer der gerne steile, zugewachsene und nass-matschige Strecken in seine Wanderungen einbaut. In dem Seitental ging es 200m steil bergauf, der zugewachsene Weg war nur mit viel Phantasie zu erahnen und seeehr Gelenk schonend. Sprich: Nass und matschig. Die Mühen wurden belohnt mit einem kleinen Wasserfall und mit einem Feld von hunderten, wenn nicht sogar tausenden von blühenden Fingerhutpflanzen. Hier wurde fotografiert bis die Speicherkarte glühte. Oben angekommen riss sich Astrid ihre Kleider vom ..., nee, nur ihre Socken und Schuhe von den Füßen. Ihr gebrochener Fuß zwickte in den neuen Wanderschuhen. Von da an ging sie auch barfuß. (Irgendwie greift das Barfußgehen um sich. Erst Bella, Cooper und Rico, dann Wolfgang, nun Astrid. Und Anne hat sich auch schon Barfußschuhe, wahrscheinlich zur Vorbereitung, zugelegt.) Nächstes Highlight war der Maiblumenfels mit großem Felstisch und Aussicht bis nach Frankreich. Der nun folgende breite Weg verlief ganz schwach immer abwärts, vorbei an einem gefüllten Wasserbassin als Reservoir für eventuelle Waldbrände. Die Lemberger habe das natürlich schnell entdeckt und setzen hier ihre Goldfische und Seerosen aus. Der nun folgende ehemalige Startplatz für Gleitschirmflieger bot abermals einen weiten Blick über den PfalzWald bis zum nördlichen Elsass. Bald darauf der letzte Schweiß treibend Anstieg zum Rabenfels. Oben angekommen zeigten die Armbänder von Barbara und Bernd II einen Puls von über 180! Bei den anderen dürften die Werte ähnlich gewesen sein. (Ob wir angesichts des fortschreitenden Lebensalters zur Sicherheit Puls- und Blutdruckmessgeräte mitführen sollten? Ein Defibrillator wird wohl noch nicht gebraucht.) Vorbei an mächtigen Sandsteinwänden zum letzten kleinen (Treppen-)Aufstieg auf die Spitze des Rabenfels. Hier Blick auf den Ort Lemberg, die Stadt Pirmasens und am Horizont das Saarland. Beim Abstieg Richtung Parkplatz leistete sich Barbara noch einen Fehltritt. Eine nasse Wurzel beförderte ihren Hintern schlagartig auf den Boden. Außer einem Schreck nix passiert. Kurz darauf eilte Bernd II ungewohnt flott voraus und hatte bis wir ankamen zwischen den Autos - Überraschung!!! - einen Campingtisch mit Kaffee & Käsekuchen aufgebaut. Vielen Dank! (Bernd, Du könntest öfter eine Wanderung abgeben... ) Dieser Campingtisch wirkte auf zwei daher Gelaufene wie ein Magnet. Einer zeigte Marion gleich seinen Stab, also Wanderstab, mit zahlreichen Wanderplaketten. Und immer wieder ein verstohlener Blick auf den Kuchen. Marion wimmelt ihn erfolgreich ab und schickte ihn in den Wald. Gleich darauf noch einer, aber mit einer anderen Masche. Mit einem einfallslosen und plumpen "Ist hier die Burgführung?" versuchte er sich uns und dem Campingtisch zu nähern. NEIN! Wusch, weg hier! G´scher di! Erst nachdem der leckere von Tina gebackene Kuchen restlos vernascht war zogen alle ihres Weges Richtung Heimat. Extreme Kurzfassung: Schön war´s! Für die Statistik: 16,4km, 300Hm, 4:45 Std. unterwegs Fotos: https://img.gg/PG39W3R PS: Wolfgang, könntest Du vielleicht noch Marions und Olgas Fotos zu deinen packen? Dann hätten wir sie alle beisammen. Zumindest die Fotos...
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